Zahl der Pendler im Land weiter gestiegen

Im 2. Vierteljahr 2017 hatten 1,087 Millionen Erwerbstätige ihren Wohnort in Sachsen-Anhalt. Gleichzeitig arbeiteten hier 1,01 Millionen Erwerbstätige. Damit hatte das Land einen Auspendlerüberschuss von 77.000 Personen. Sowohl bei den Einpendlern als auch bei den Auspendlern war gegenüber dem 2. Vierteljahr 2016 eine Zunahme um 0,8 Prozent zu verzeichnen.

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt ermittelte, erhöhte sich gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal die Zahl der in Sachsen-Anhalt wohnenden Erwerbstätigen um 3.000 Personen (+0,3 Prozent) und die der hier arbeitenden Erwerbstätigen um 2.500 Personen (+0,2 Prozent).

Da mehr Erwerbstätige in Sachsen-Anhalt wohnten als arbeiteten, hatte das Land weiterhin einen negativen Pendlersaldo, also einen Auspendlerüberschuss. Dieser erhöhte sich gegenüber dem 2. Vierteljahr 2016 leicht von -76.500 Personen auf -77.000 Personen.

Die Zahl der Auspendler nahm um 1.100 Personen auf 150.800 Personen zu. Hauptziele der Auspendler waren mit fast einem Drittel Niedersachsen und mit knapp einem Viertel Sachsen, gefolgt von Thüringen. Der Anteil der Auspendler an den in Sachsen-Anhalt wohnenden Erwerbstätigen betrug 13,9 Prozent (2. Vierteljahr 2016: 13,8 Prozent). Somit hatte jeder 7. hier wohnende Erwerbstätige einen Arbeitsplatz außerhalb des Landes.

Die Zahl der Einpendler stieg gegenüber dem 2. Vierteljahr 2016 um 600 Personen auf 73.700 Personen. Der größte Teil der Einpendler kam ebenfalls aus den angrenzenden Bundesländern, allein mehr als ein Drittel aus Sachsen, gefolgt von Thüringen, Niedersachsen und Brandenburg. Der Anteil der Einpendler an den hier arbeitenden Erwerbstätigen betrug wie im gleichen Vorjahresquartal 7,3 Prozent.

Die vorgelegten Ergebnisse der Erwerbstätigen am Arbeits- und am Wohnort beruhen auf aktuellen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“. Sie entsprechen dem Rechenstand des Statistischen Bundesamtes vom Februar 2018.

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