Musik öffnet Herzen

Petra Steinbring sorgt am Klavier für emotionale Klänge. Foto: Peter Gehrke

Ob Operettenstücke, Filmmelodien oder Volkslieder – Petra Steinbring ist am Klavier die Frau für das Emotionale. Als freiberufliche Musikerin spielt sie seit inzwischen 20 Jahren Konzerte, tritt bei Firmen- und Privatfeiern auf und gibt auch Klavierunterricht. „Vor allem die Vielseitigkeit hat mich gereizt, als ich mich für die Freiberuflichkeit entschieden habe“, erzählt Petra Steinbring. Schon als Kind habe sie mit dem Klavierspielen angefangen. „Während der Abiturzeit stellte sich dann die Frage, ob ich meine musikalischen Fähigkeiten noch vertiefen sollte. Und da mich Tanz schon immer fasziniert hat, beschloss ich, Ballettpianistin zu werden.“ Dem Studium in Dresden mit dem Abschluss als Ballettkorrepetitor folgte ein Engagement am Magdeburger Theater. Eine interessante Zeit – doch Petra Steinbring wollte selbst entscheiden für wen und was sie spielt. „Am Theater bleiben die eigenen Vorstellungen auf der Strecke und daher habe ich gekündigt und mich selbständig gemacht.“
In jüngster Zeit spielt die Wahlmagdeburgerin regelmäßig in Pflegeheimen und begleitet die Bewohner durch den Lebensabend, u. a. mit Unterstützung der „Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation“, die viel Wert darauf legt, klassische Kompositionen zu Gehör zu bringen. „Die Stiftung möchte älteren Menschen auf diese Weise Respekt zollen und etwas zurückgeben“, erklärt Petra Steinbring. „Musik ist dafür ein passendes Mittel, denn sie öffnet Herzen.“ Und das Herz will – nach Meinung der Pianistin – in alle Richtungen bewegt werden. „Wenn ich das erste Mal in einer Einrichtung spiele, dann spüre ich anfangs die Reserviertheit der Menschen. Viele brauchen eine Weile, um aufzutauen. Aber wenn man sie mit Musikstü-cken abholt, die sie beispielsweise aus ihrer ersten Lebenshälfte kennen, dann blühen sie auf, singen sogar mit.“ Das gelte jedoch nicht nur für ausgelassene und fröhliche Werke. „Wenn ich langsame, innige Stücke spiele, dann hilft das, Trauer zuzulassen … Tränen, die man sonst mit sich schleppen würde, bahnen sich ihren Weg. Und wenn sich dieses Ventil öffnet, wenn man diese Emotionen herauslässt, wirkt Musik befreiend und man schafft Platz für andere, neue Eindrücke.“
Zu erleben ist Petra Steinbring am 14. Oktober beim Benefizkonzert in der Pauluskirche in Stadtfeld. Dort wird sie ab 15 Uhr u. a. mit dem Rossini-Quartett und Kammersängerin Undine Dreißig zugunsten des Kinderhospiz der Pfeifferschen Stiftungen musizieren.  (th)

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