Film verrückt: Tipps von Lars Johansen

In dieser Rubrik möchte ich Filme oder Serien empfehlen, die Sie im Kino oder auf dem Bildschirm zuhause einmal anschauen sollten. Dabei möchte ich Ihren Blick auf eher Ungewöhnliches lenken.
„Unternehmen Feuergürtel“ ist ein wundervoll altmodischer, kompetent inszenierter und grundsolider Science-Fiction-Film aus dem Jahre 1961. Man kann gut sehen, wie sich „Star Trek“ die Figurenkonstellation und Handlungsideen hier ausgeliehen hat, nur dass aus dem U-Boot später ein Fernseh-Raumschiff wird.

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Voll aufgedreht: Musik für alle

Ihr kennt das doch sicher auch: Da läuft ein Lied im Radio und man kann einfach nicht anders – man muss die Anlage voll aufdrehen und dabei mehr oder weniger rhythmisch herumzappeln oder durch die Gegend hüpfen. Naja, vor ein paar Tagen hab‘ ich es wohl übertrieben. Da liefen gleich die gesammelten Werke meiner Lieblingsband über den Player … und die Sonne schien, ich hatte gute Laune, wollte nebenbei ein bisschen aufräumen und laut mitsingen. Da war letzteres schon Grund genug, die Musik lauter zu drehen. Meine Gesangseinlagen will ja keiner hören.

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Langsamer Leser: Der Unvollendete

Als Walter Ulbricht mir mit der Einrichtung des Bitterfelder Weges die Beatles aus dem Centrum Warenhaus wegnahm, stieß ich auf der Suche nach Ersatz auf J. B. Lenoir. Der unterdrückte nordamerikanische „Neger“ aus dem rückständigen Süden der USA, der sich aus Armutsgründen, wie ich damals, als Dreizehnjähriger, annahm, keine vollständige Beatband leisten konnte und sich von daher mit einem Drummer, wenn auch dem großen Freddy Below, begnügen musste, spielte auf der bei Amiga erschienenen „Alabama Blues“-LP einen Titel, der mich seinerzeit umhaute und auf der Stelle zum Blues bekehrte: „Mama, talk to your daughter“.

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Meine Ex sagt …

… sie könne nicht verstehen, warum sich ihr Freund die ganze Woche lang in diesem Fitnesscenter herumtreiben würde. Sicher schaue er da nur anderen Frauen auf Vorder- und Hinterbau. Das machten doch Männer dort gemeinhin. Ich fand ihren Einwand doch etwas einseitig und sogar männerfeindlich. Deshalb stellte ich ihr die Frage, ob sie ihren Freund und dessen Körper anziehend und erotisch empfinde? Sie gestand mir, dass seine muskulöse Erscheinung für sie ausgesprochen reizvoll sei und dass sie sehr froh sei, dass er keine auffälligen Polster und Schwämmchen um die Hüfte mit sich herumtrüge. Ich ahnte so etwas und gab meiner Verwunderung über ihre Kritik Ausdruck.

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Verstandesamt: A 14 und die Entdeckung der Langsamkeit

Es klingt fast wie ein Wunder: 2022 soll die Autobahn 14 durchgängig befahrbar sein. So verkündete es kürzlich der für den Bau zuständige Landesminister Thomas Webel. Gut Ding will Weile haben, heißt es im Volksmund. Die BAB 14 wird deshalb noch viel besser als gut, wenn sie denn mal fertiggestellt sein sollte. Das Verstandesamt untersucht derzeit, ob das gesamte Vorhaben nicht mit einem historischen Fluch belegt ist. Schließlich war am 25. April 1936 die Freigabe des ersten Teilstückes zwischen der Anschlussstelle Halle/Peißen und Leipzig (Ost).

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Café-Geschichten: Urlaubsträume in Zuckerwatte-Eis

Da sind wir wieder, sagen sie lächelnd und bestellen ihren Lieblingskaffee. Sie kommen regelmäßig zu uns – einmal im Jahr. Mutter und Tochter lieben es, gemeinsam zu reisen, und im Sommer heißt ihr Ziel: Magdeburg! Aus Essen sind immerhin fast 400 Kilometer Weg bis zu uns. Die beiden besuchen regelmäßig das Domplatz-Musical, haben sie mir verraten. Umso schöner, dass sie ihren Stadtbesuch mit einem Abstecher in unser Café verbinden.

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